Zaunkönig

Diesen Zaunkönig sah ich am Neujahrstag 2021. Das Zeichnen fiel mir sehr schwer und ich wurde leider darin bestätigt, dass meine Finger diese filigranen Bewegungen nicht mehr mitmachen. Wenn der Kleine ein wenig leidend guckt, dann liegt es wohl daran.

Die Zeichnung steht zum Verkauf: ** VERKAUFT** Original/Unikat, weicher Bleistift auf Künstlerpapier/125g, leicht strukturiert, Größe: DIN A5
Preis: 30 Euro, abzuholen auf Langeoog; Versand nur gegen Vorkasse zzgl. Porto (Einschreiben), PayPal möglich. Anfragen bitte an mayk.dorian(at)gmail.com

Original-Zeichnungen: Abverkauf

Liebe Freundinnen und Freunde meines Blogs,

da ich ja aus den hier erwähnten Gründen leider nicht mehr zeichnen kann und die Corona-Krise auch bei mir mit Kurzarbeit, Wegfall von Lesungen, Marktverkäufen etc. zuschlägt, biete ich hier meine restlichen, noch vorhandenen Original-Zeichnungen zum Verkauf an.

*** UPDATE: Lachmöwe, Dompfaff, Nachtigall und beide Zaunkönige sind weg! ***

Die Preise variieren stark: Das richtet sich nach Aufwand, Zustand bzw. Alter der Zeichnung und tatsächlich auch danach, wie sehr ich selbst daran hänge und wie schwer mir die Trennung fällt. Zusätzlich zum gezeigten Preis kommt noch Porto hinzu. Ich verschicke die Bilder als Brief/Einschreiben Einwurf, um die Zustellung nachvollziehen zu können. Das ist leider notwendig geworden, da ich schon auffallend oft die Meldung bekam, dass Bücher oder Postkarten nicht angekommen seien und ich dann doppelte Kosten hatte. Ich verschicke die Sachen daher auch nur noch gegen Vorkasse.

Die Zeichnungen sind alle Bleistift auf Papier, dabei handelt es sich um normales, eher dünnes und gattes Druckerpapier. — Nur um Enttäuschungen zu vermeiden, falls jemand wertigen Zeichenkarton o.Ä. erwartet. Fast alle Bilder sind DIN A4 groß, bis auf den Baumfalken (ca. A5) und den traurigen Meeresstrandläufer (ca. Postkartengröße).
Man kann sie aber noch nach Geschmack beschneiden, mit Passepartout und Rahmen versehen und schon macht es an der Wand viel her …

Zwei der Bilder sind auch auf Wunsch mit Rahmen erhältlich (das steht jeweils dabei!), die gehen dann als Paket (versichert) raus (+8€/Porto). Der Rest, s.o., als Brief. (+4€/Porto)

Es sind alles Originale und Unikate. Fragen zu den Bildern beantworte ich gerne, aber bitte berücksichtigt, dass ich die Bilder nicht verramschen kann und will und daher um die Preise nicht feilsche; falls jemand mehrere Bilder möchte, ist die Sache ggf. eine andere.  Bezahlung per paypal (mayk.dorian@gmail.com) oder Banküberweisung (Bankverbindung schicke ich bei Bestellung per E-Mail zu.) Ich bin als Kleinunternehmer mit meinem Kunstbetrieb beim Finanzamt Wittmund gemeldet.

Bestellungen und Details: gefluegeltes@t-online.de oder 04972-9903038

Noch ein Hinweis: Die Hintergründe sind jeweils reinweiß. Dass sie hier teils cremefarben wirken, liegt an der Qualität der Fotos.

Support your local artist! — DANKESCHÖN.

***VERKAUFT***  Zaunkönig 2, 30€, angefertigt Januar 2021. DIN A5, strukturiertes 125g-Papier, ohne Rahmen.

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Lachmöwe ist verkauft!

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Dompfaff ist verkauft

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Nachtigall ist verkauft

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Zaunkönig ist verkauft

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Ein neuer Vogel und ein Abschied

Liebe GeflügelfreundInnen,

zunächst einmal möchte ich meine neueste Zeichnung vorstellen. Diesen kleinen Papagei habe ich heute fertiggestellt, nachdem er mehrere Monate halbfertig im Schrank gelegen hat. Tief bewegt über die Brände im Amazonas wollte ich damit all den umgekommenen wunderschönen Tieren des Regenwaldes eine letzte Ehre erweisen.

Das mit der letzten Ehre ist allerdings leider wörtlich zu nehmen, denn der Grund für die lange Pause waren zunehmende Schmerzen und Krämpfe in Fingern und Handgelenk beim Zeichnen. Leider stellte ich soeben fest, dass sich das keineswegs gebessert hat: Im Gegenteil. Die Schmerzen sind sehr schlimm, und das kann ich mir für meinen Hauptjob — das Schreiben —, für den ich meine Finger und Handgelenke ebenso brauche, leider nicht leisten. Insofern wird dieser Papagei mein vorerst letzter Vogel sein, da ich wenig Hoffnung habe, dass sich meine Feinmotorik noch einmal bessern wird.

Natürlich bin ich deswegen traurig, aber auch andere Künstler (weitaus begabtere) mussten so etwas erleben: Monet wurde blind, Beethoven taub. Und Gott hat mir ja zum Glück auch noch ein anderes Talent geschenkt: Das „Malen“ mit Sprache. Ich muss es wohl dabei belassen.

Ich denke, dass ich auf großer Fläche eventuell noch (tendenziell expressionistisch) Malen lernen könnte, da ein Pinselschwung andere Bewegungen erfordert als das kleinteilige Zeichnen von beispielsweise Gefieder oder Laub. Allerdings fehlt mir für die dafür nötigen Utensilien in meiner kleinen Wohnung der Platz. Ich werde mich also eher aufs Anschauen der wundervollen Gemälde und Zeichnungen meiner (Ex-)KollegInnen beschränken.

Postkarten werde ich aus den vorhandenen Vogelmotiven weiter anfertigen lassen und auf Märkten verkaufen, aber ich hege, wie erläutert, wenig Hoffnung, dass in absehbarer Zeit noch Neues hinzukommt. Die Schmerzen sind einfach zu stark. Auftragszeichnungen kann ich daher leider auch nicht mehr annehmen, da ich schon die letzten nicht mehr in zufriedenstellender Qualität anfertigen konnte (auch wenn sie mir zum Glück dennoch abgekauft wurden). Neben dem Corona-bedingten Ausfall von Möglichkeiten zum Buch- und Postkartenverkauf auf Märkten und Lesungen ist das ein weiterer Einkommensverlust, aber man muss auch seine Grenzen erkennen und zu angemessener Zeit die Reißleine ziehen — Gesundheit geht vor. Umso mehr ist mir natürlich mit Buchkäufen geholfen, dem Postkartenkauf und auch gerne dem Ankauf noch vorhandener Original-Zeichnungen. Eine Übersicht davon werde ich in Kürze erstellen.

Herzliche Grüße von Langeoog,

Ihr/Euer Mayk

Papagei 1

 

 

 

Distelfink

… auch Buntfink oder Stieglitz genannt. Diese wunderschönen, farbenfrohen Vögelchen sitzen oft in den Erlen auf dem Nachbargrundstück, wo ich viel Freude an ihrem Anblick habe.

(Das Original der Zeichnung ist nicht mehr zu haben, aber ich werde ihn ab April als Postkarte auf den Frühlingsmärkten anbieten.)

 

DistelfinkRetuschiert

Wacholderdrosselküken II

Dieses Küken zeichnete ich als Auftragsarbeit anlässlich der Geburt eines Enkelkindes. Es sitzt in einer Wiese und schaut noch etwas skeptisch in die Welt; den Schnabel natürlich hungrig aufgesperrt. Einerseits wirkt es noch schutzbedürftig, andererseits sieht man aber auch schon einen eigenen Charakter. Ich wünsche dem neuen Erdenbürger ein gesegnetes Leben und den Mut, immer er selbst zu sein — ohne dabei die Mitmenschen aus den Augen zu verlieren.

fuerArne

Papageitaucher mit Blume

Diesen Papageitaucher (bei uns setzt sich, so scheint es, auch zunehmend die englische Bezeichnung „Puffin“ durch) zeichnete ich für eine Freundin, die diese Tiere sehr mag. Da die Zeichnung sie aufmuntern sollte, ließ ich den Vogel noch eine Blume überbringen, eine wilde Lilienart. Auf Langeoog kommen diese hübschen Tiere leider Gottes nicht vor, nicht einmal bei sehr stürmischem Westwind … Sie einmal irgendwo in freier Natur zu sehen, wäre natürlich ein Traum. Denn, seien wir ehrlich — wer liebt die drolligen Viecher denn nicht?

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Schneeeule

 

Diese Studie einer Schneeeule wurde verkauft, kaum, dass ich den Griffel hinlegte. Das ist einerseits natürlich sehr erfreulich — andereseits vergaß ich darüber, sie ordentlich einzuscannen. Daher nur dieses Bild von meinem Schreibtisch und der Eule „in Progress“, die nun schon unterwegs in ihr neues Heim ist.

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Dompfaff

Nachdem ich nun fast zwei Jahre nichts mehr gezeichnet hatte, wurde ich auf Grund eines bezahlten Auftrages quasi genötigt, wieder damit anzufangen. Um wieder in die Materie zu kommen, fing ich aber nicht direkt mit dem Auftrag an (die Frustrationsgefahr wäre zu hoch), sondern nahm mir erst einmal ein paar Vögel meiner Wahl vor, die mir besonders am Herzen liegen. Der Dompfaff, könnte man meinen, ergibt sich zwangsläufig aus der Konversion zur Römisch-katholischen Kirche, aber tatsächlich mag ich die hübschen Tiere, die anderswo auch „Gimpel“ heißen, auch aus anderem Grund: In der Tanne vor meinem Kinderzimmerfenster hielt sich sehr oft ein Dompfaff auf. Fand ich schon den Baum an traurigen Tagen schon immer tröstlich, so heiterte mich das rotbäuchige Vögelchen erst Recht auf, wenn ich als Kind aus dem Fenster sah.
Auf Langeoog habe ich leider noch nie einen gesehen.

dompfaff

Storch

Nachdem ich mit dem Zeichnen fast ein Jahr pausiert hatte — Schreiben ging vor — gab es am Freitag einen erfreulichen Grund, wieder damit anzufangen: Die Geburt des kleinen Thies. Ich zeichnete diesen Storch als Geschenk für seine Eltern, zumal vermutet wird, dass die Legende über kinderbringende Störche ihren Ursprung in Norddeutschland hat. Sie entstand wahrscheinlich Anfang des 18. Jahrhunderts; ihre genaue Herkunft ist ungewiss. Verbreitet ist die Version, dass der Storch die werdende Mutter ins Bein beißt, damit sie sich hinlegen muss, und dann den Säugling aus einem Brunnen holt, um ihn zur Mutter ins Kindbett zu bringen. Freudianer sehen im dem Storchenschnabel dabei ein Phallussymbol und im Brunnen eine Parallele zum Mutterschoß, aber so genau wollen wir das an dieser Stelle gar nicht wissen; es nähme der Legende doch zuviel ihrer  Unbeschwertheit. Ich zeichnete den Storch indes nicht als bissigen, unheimlichen Phallusträger, sondern mit beschützend ausgebreiteten Flügeln und liebevoll-behütendem Blick.

Dem Neu-Insulaner Thies wünsche ich ein Leben mit möglichst wenig Leid, die Herausbildung eines guten Charakters und vor allem natürlich Gesundheit.

storch für thies

 

Nachtigallen

What now, my love?

Wenn mensch sich größtenteils unglücklich in einen Sänger verliebt, bleibt es nicht aus, dass sich das auch in der Vogel-Motivwahl niederschlägt. Genau genommen würde aber weder dieser Blog, noch mein Buch oder sonst irgendetwas Kreatives aus meiner Feder (öffentlich) existieren, wenn es Herrn Nachtigall nicht gegeben hätte.
Wie wohl viele Kunstschaffende dachte ich, meine Sachen seien einfach nicht gut genug, bis er mir explizit sagte, dass sie gut seien. Und ich zeichnen müsse. Und schreiben. Und so zeichnete ich. Und schrieb: Wenn auch nur zunächst für seine Augen bestimmt. Denn, so dachte ich: Was für dich gut genug ist, ist gut genug. Wird denn nicht alles geadelt mit den Augen der Liebe?
Auf jeden Fall war es daher auch selbstverständlich, dass er die erste von mir gezeichnete Nachtigall — den ersten Vogel und die erste Zeichnung überhaupt, nach über 10 Jahren Zeichenpause — an Weihnachten 2013 geschenkt bekam.
Was aus dieser, ersten Nachtigall wurde, weiß ich nicht, aber, mein „Glück“ mit der Haltbarkeit meiner amourösen Verbindungen kennend, bewahrte ich mir natürlich einen Scan:

hendryks nachtigall

Wenig später, ich hatte mich in meinen Zeichenübungen von den Vögeln auch zu Pflanzen und Steinen vorgetastet, fabrizierte ich die nächste Nachtigall:

nachtigall ufer - Arbeitskopie 2

Und nun, eineinhalb Jahre später, sind aller guten Nachtigallen drei. Schließlich sang mir hier auf Langeoog gleich zur Begrüßung eine Nachtigall am Strandübergang Gerk-sin-Spoor ein Lied. Da kann der Mensch ja nun nicht undankbar sein. Was uns der fragende Blick mitteilen will?

Ich weiß es nicht. Auf jeden Fall freue ich mich schon auf die Rückkehr der Nachtigallen im Frühling. Irgendeine wird schon noch singen.

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