Band 7: Rezension von Rainer Hörmann

Blogger- und Autorenkollege Rainer Hörmann („Samstag ist ein guter Tag“) hat auch dieses Jahr wieder eine Rezension verfasst, und ich bin einmal mehr begeistert, was er aus meinen Büchern „herausholt“. 1000 Dank!

Rainer schreibt übrigens auch für die Rubrik „Kreuz&Queer“ aus evangelisch.de und kennt sich damit im Spannungsfeld LGBTI/Christlicher Glaube aus. (Das eigentlich gar kein Spannungsfeld sein sollte …)

Weiterer Schwerpunkt seiner Arbeit ist das schwule Leben ab 50+ — eine Altersgruppe, die in der öffentlichen Darstellung der LGBTI-Community ansonsten kaum vorkommt und auch innerhalb der Community viel Diskriminierung erfährt. Ich finde es sehr schön, wenn mehrfach diskriminierten Minderheiten in Blogs wie diesem ein eigener Raum gegeben wird. Ich empfinde das nicht als doppelte Abgrenzung und weitere Schublade, sondern eher als Schutzraum: Als Raum, in dem man nichts erklären muss, sondern einfach sein darf.

Auch ich versuche, mit meiner Prosa nicht-heteronormativ lebenden Menschen (seien sie bisexuell, asexuell, transident, homosexuell … geoutet oder stealth lebend … ) diesen Raum und im Idealfall auch Identifikationsfläche zu bieten — wir haben alle einen Platz auf Gottes schöner Erde. Und ER wird schon wissen, warum wir sind, wie wir sind. Für mich war es im Rahmen meiner persönlichen Entwicklung sehr wichtig, zu erfahren: Es gibt noch andere, die so sind wie ich. Man ist nicht allein. Und man ist dadurch noch lange nicht von GOTT verstoßen, auch wenn einem das immer wieder gesagt wird. GOTT ist Liebe. Natürlich bedeutet es auch immer viel Reflektionsarbeit, sich mit den Facetten des Lebens zu versöhnen, die nicht ganz Lehramts-konform sind. Schließlich gilt ja auch: Konfession ist kein Wunschkonzert. Aber GOTT etwas vorspielen: Das können wir auch nicht. ER kennt uns und rief uns beim Namen. Und hat zum Glück auch etliche SeelsorgerInnen berufen, mit denen man angstfrei über alles sprechen kann. Und die oft sogar dankbar sind, wenn sie „aus erster Hand“ etwas dazulernen können.

Überdies schreibe ich natürlich auch für alle anderen: Für Menschen, die die Natur lieben, die sich für Spiritualität interessieren, die Langeoog-Fans sind, die vom Inselleben und einem Neustart irgendwo träumen, die einen kreativen Umgang mit Sprache mögen … für Menschen jedweder sexuellen Identität und -Orientierung, für LeserInnen(fast) jeden Alters und beruflichen Hintergrunds …

Letztlich gibt es doch für jede*n von uns einen Haufen Zuordnungen, ob wir das wollen oder nicht: Mittvierziger, Brillenträger, Allergiker, Angestellter — auch das bin alles ich. Und oft hat man mit anderen doch viel mehr dieser „Schubladen“ gemeinsam, als man denkt.

Nun aber zurück zum wunderbaren Text von Rainer … und zu seinem empfehlenswerten Blog!

Viel Freude damit:

https://samstagisteingutertag.wordpress.com/2020/10/04/das-verflixte-siebte-jahr-mayk-d-opiollas-neue-momentaufnahmen-in-unruhigen-zeiten/?fbclid=IwAR3AYr4bbaB2vB2gW07ozcES8DPWV5Au748Sn4RNQeVdUuNgJ1_KLSE272E

Ich wünsche allen einen gesegneten Sonntag.

„Momentaufnahmen“ im Anzeiger für Harlingerland

Mein neues Buch ist heute Buchtipp im Anzeiger für Harlingerland/Tageszeitung aus Ostfriesland. Seite 4 (Esens/Inseln). Ich freue mich sehr!

Quelle: Anzeiger für Harlingerland, Ausgabe vom 30.9.2020, Seite 4
Quelle: Anzeiger für Harlingerland vom 30.9.2020, S. 4